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Body Mass Index berechnen

Hat man ein Normalgewicht, ist man schon übergewichtig oder sogar fettleibig? Diese Frage stellen sich vermutlich viele Menschen. Um diese Frage beantworten zu können, muss man den Body Mass Index berechnen.

Der Body Mass Index kurz “BMI” liefert eine Orientierung und zeigt an, ob man der Gesundheit zu liebe, lieber etwas tun sollte und an dem Körpergewicht in die Richtung abnehmen arbeiten sollte. In diesem Artikel möchten wir über den Body Mass Index (BMI) sprechen und Ihnen einige Tipps geben, wie man den BMI berechnen kann und weitere wichtige Informationen mitteilen.

BMI Formel – wie berechnet man den BMI?

Ob jemand übergewichtig ist oder normales Gewicht hat, lässt sich mithilfe des Body Mass Index (kurz BMI) ermitteln. Der Body Mass Index beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße.

Im Klartext wird der BMI nach einer ganz einfachen Formel berechnet: Körpergewicht in Kilogramm teilt man durch das Quadrat der Körpergröße in Metern. Somit lautet die Beispiel BMI Formel: 82 Kilogramm : 1,9m^2 = 22,7 BMI.

Es gibt online BMI Rechner, mit dessen Hilfe man den eigenen Body Mass Index berechnen kann. Mit dem BMI Rechner kann man sichergehen, ob das eigene Gewicht im normalen Bereich liegt. Die Weltgesundheitsorganisation (kurz WHO) teilt die Body Mass Index Werte von Erwachsenen, zwar nicht 100 prozentig korrekt, dennoch in unterschiedliche Gewichtsklassen ein.

✓ Untergewicht: weniger als 18,5
✓ Normalgewicht: 18,5 – 24,9
✓ Übergewicht: 25 – 29,9
✓ Starkes Übergewicht genannt (Adipositas Grad I): 30 – 34,9
✓ Adipositas Grad II: 35 – 39,9
✓ Adipositas Grad III: 40 oder mehr
✓ Trennung zwischen Männer und Frauen

Es spielen aber auch andere Faktoren bei der Einteilung des BMI eine Rolle. So haben Männer zum Beispiel einen höheren Anteil an Muskeln als Frauen. Aus diesem Grund kann man im Internet Tabellen finden, die den Body Mass Index noch zusätzlich nach Geschlechtern unterteilen.

Die Body Mass Index Tabelle nach dem DGE Ernährungsbereich (1992)

Männer

⇒ Untergewicht: weniger als 20
⇒ Normalgewicht: 20 – 24,9
⇒ Übergewicht: 25 – 29,9
⇒ Starkes Übergewicht (Adipositas I. Grad): 30 – 34,9
⇒ Adipositas II. Grad: 35 – 39,9
⇒ Adipositas III. Grad: 40 oder mehr

Frauen

⇒ Untergewicht: weniger als 19
⇒ Normalgewicht: 19 – 23,9
⇒ Übergewicht: 24 – 29,9
⇒ Starkes Übergewicht (Adipositas I. Grad): 30 – 34,9
⇒ Adipositas II. Grad: 35 – 39,9
⇒ Adipositas III. Grad: 40 oder mehr

In dieser Body Mass Index Tabelle stehen vielleicht nicht die idealen Werte, da man diese vermutlich nicht auf jede Person übertragen kann, doch im groben und Ganzen sind die Werte für die Orientierungszwecke geeignet.

Der perfekte Body Mass Index nach Alter

Die Frage nach dem Idealgewicht ist nicht so einfach zu beantworten und das wissen auch viele Menschen, die in den Studien für BMI arbeiten. Seit den späten siebziger Jahren ist es bekannt, dass man den BMI nicht so einfach errechnen kann und auf jede X beliebige Person übertragen kann.

In den damaligen Jahren hatten große Studien ergeben, dass die Body Mass Index Werte, mit der geringsten Sterblichkeitsrate der Menschen, mit zunehmenden Alter steigen. Der nachfolgende Zusammenhang lässt sich der Tabelle des amerikanischen National Research Council (kurz NRC) aus dem Jahre 198 entnehmen. Hier kann man auslesen, dass mit steigendem Alter ein höherer Body Mass Index als Normalgewicht zu werten ist.

BMI-Tabelle (nach NRC)

⇒ Alter: 19 – 24 = BMI: 19 – 24
⇒ Alter: 25 – 34 = BMI: 20 – 25
⇒ Alter: 35 – 44 = BMI: 21 – 26
⇒ Alter: 45 – 54 = BMI: 22 – 27
⇒ Alter: 55 – 65 = BMI: 23 – 28
⇒ Alter: älter als 65 = BMI: 24 – 29

Die Aussagekraft liegt in den BMI-Tabellen

Die Zuordnung von dem BMI Werten lässt in bestimmten Kategorien die Experten streiten. Doch eine Sache machen die BMI Tabellen in jedem Fall sehr klar. Der Body Mass Index ist auf keinen Fall das Maß aller Dinge.

Viele Experten betrachten den BMI sogar als ein vereinfachtes Instrument, welches nur den Sinn bei den Forschungen und Studienzwecken hat. Für Jugendliche und Kinder braucht man den BMI gar nicht anzuwenden, denn dort findet man ganz andere Bewertungen. Der Grund dafür ist ganz einfach. Im Laufe der Wachstumszeit ändert sich der Körper und die Körperzusammensetzung häufig.

Manche Kinder schießen rasch in die Breite, andere wiederum in die Höhe. Außerdem verändert sich bei den Mädchen und bei den Jungen, der Muskel und Fettanteil im Köper sehr unterschiedlich. Dies hat evolutionären Zusammenhang und ist von der Natur extra so vorgesehen. Viele Mediziner ziehen deshalb nicht den BMI vor, sondern wenden die Beurteilung geschlechtsspezifischer Wachstumskurven an.

Viele Ärzte warnen auch davor, den BMI bei den Kindern anzuwenden, da der Body Mass Index sehr stark schwanken kann. Ein sehr kleiner Wachstumsschub und schon ist die Berechnung nach BMI bei den Kindern falsch. Aus diesen Gründen sollte man sich hüten vor der Einteilung seines Idealgewichtes in den BMI Werten.

Schließlich ist jeder Mensch anders und kann weder körperlich noch charakteristisch in eine Schublade mit anderen gesteckt werden. Außerdem sagt der BMI nur etwas über das ganze Körpergewicht aus. Beim BMI wird weder die Verteilung von Körperfett noch der Körperbau und Muskelmasse berücksichtigt.

Daher kann es sein, dass wenn man sehr muskulös und groß ist, in die Übergewicht Kategorie des BMI eingeordnet wird, was natürlich falsch ist. Der gut trainierte Sportler wird sowieso den gleichen Body Mass Index, wie der nicht trainierte Mensch mit wenig Muskeln und viel Körperfett haben. Wenn man einen Boxer an dem BMI messen würde, wäre der ein oder andere Boxer sogar fettleibig.

Fazit

Aus diesen Gründen sollte man die BMI Formel und die BMI Werte nicht überall und auf jeden einsetzen. Mann kann zur Orientierung den BMI verwenden, jedoch sollte man sich nicht zu 100 Prozent darauf verlassen, dass wenn man laut BMI fettleibig ist, man es auch ist. Man sollte immer daran denken, dass das nur eine grobe Übersicht von den Experten ist, die nicht zu 100 Prozent auf jeden Einzelnen von uns übertragen werden kann.